Terminkalender

17. September 2020
Astronomischer Abend
Stiftung PHÄNOMENTA Lüdenscheid

AstroAbend in der PHÄNOMENTA

Donnerstag, 17. September 2020, um 19:00 Uhr in der Cafeteria der PHÄNOMENTA Lüdenscheid. Der Eintritt ist frei – ebenso ein freiwilliger Obulus…

Hallo Sternfreunde,

am Donnerstag, dem 17. September, treffen wir uns mal wieder zu einem AstroAbend! Allerdings unter etwas anderen Bedingungen als vor Corona üblich.

So ist es absolut erforderlich, dass Ihr euch per Mail an info@rolfbecker.eu bis Sonntag, 13. September, anmeldet. Je nach Zahl der Besucher ist eine unterschiedliche Bestuhlung erforderlich. Zudem kann nur eine begrenzte Anzahl an Personen eingelassen werden.

Schwarze Löcher – die „unheimlichen Monster“ des Universums – sind die Stars des Abends:

Schwarze Löcher haben (wirklich) keine Haare
Das „Keine-Haare-Theorem“ besagt, dass Schwarze Löcher nur durch drei Parameter beschrieben werden: Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung. Darüber hinaus haben sie keinerlei individuelle Eigenschaften, quasi keine Haare. Das wurde jetzt durch eine eindrucksvolle Beobachtung bewiesen.

Ein „Doppel-Schwarzes-Loch“, analog zu einem Doppelstern, befeuert den Quasar OJ 287 im Sternbild Krebs. Die genaue Messung der Umlaufzeit des „kleineren“ Schwarzen Lochs mit immerhin 150 Millionen Sonnenmassen ergab: Das „Keine-Haare-Theorem“ stimmt! (Grafik: NASA/JPL-Caltech)

Rekord und Rätsel zugleich:
Bislang massereichste Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher

Die Gravitationswellen-Observatorien LIGO und Virgo haben die Kollision zweier Schwarzer Löcher beobachtet, die es so – laut gängiger Theorie – eigentlich gar nicht geben kann. Zwei dieser Riesen mit Massen von 85 und 66 Sonnen verschmolzen zu einem respektablen Schwarzen Loch der Mittelklasse mit 142 Sonnenmassen.

Das könnte das erste nachgewiesene Objekt dieser Größe sein: Es liegt zwischen den „kleinen“ stellaren (bis zu 100 Sonnenmassen) und den gigantischen Schwarzen Löchern im Zentrum der meisten Galaxien (ab 100.000 Sonnenmassen).

Zudem stellen die beiden kollidierten Schwarzen Löcher Astronomen vor ein Rätsel. Denn: Im Bereich zwischen 65 und 120 Sonnenmassen dürften gemäß der sogenannten Paarinstabilitätslücke gar keine Schwarzen Löcher entstehen.

Bei dieser Kollision wurden bis zu neun Sonnenmassen in reine Energie verwandelt. Das ließ die Raumzeit erbeben – vor rund sechs Milliarden Jahren… (Grafik: LIGO/Virgo)

Mars wird zum auffälligen Objekt am Nachthimmel
Mit jetzt über 20 Bogensekunden scheinbarem Durchmesser wird Mars auch für kleine Teleskope interessant.

Einen klaren Himmel wünscht

Rolf Becker